Eine Sicherung kann äußerlich unbeschädigt wirken und trotzdem unterbrochen sein. Eine Durchgangsprüfung ist daher aussagekräftiger als der bloße Blick. Diese Anleitung betrifft ausschließlich ausgebaute, zugängliche Niedervolt-Sicherungen, deren Entnahme laut Handbuch erlaubt ist. Hochvolt-, pyrotechnische und werkstattpflichtige Sicherungen sind ausgeschlossen.
Die richtige Sicherung vorbereiten
Fahrzeug sicher abstellen, Zündung und Verbraucher ausschalten und die Abschaltanweisungen beachten. Kasten, Position und Nennstrom vor der Entnahme bestimmen. Vorgesehene Ziehhilfe benutzen und die Ausgangsposition fotografieren. Bei geschmolzenem Halter, unzugänglicher Sicherung oder vorgeschriebenem Werkstattwechsel nicht fortfahren.
Die ausgebaute Sicherung messen
Messleitungen in COM und die Spannungs-/Widerstandsbuchse stecken, nicht in die Strombuchse. Durchgang oder Widerstand wählen. Prüfspitzen zunächst zusammenhalten, um die Reaktion des Geräts zu prüfen, dann trennen. Je eine Spitze an jeden Sicherungskontakt halten. Niedriger Widerstand oder Signalton sprechen für Durchgang; OL beziehungsweise kein Durchgang bei sicherem Kontakt für eine Unterbrechung.
Das Ergebnis richtig einordnen
Widerstands- oder Durchgangsmessung niemals am spannungsführenden Stromkreis durchführen. Im eingebauten Zustand können Parallelpfade das Ergebnis verfälschen. Eine intakte Sicherung beweist weder Versorgung am Halter noch ein fehlerfreies Gerät. Unterbrochene Sicherung nur durch vorgeschriebene Bauform und Nennstrom ersetzen; erneutes Auslösen erfordert Fehlersuche.
Häufige Frage
Darf ich versuchsweise eine stärkere Sicherung einsetzen?
Nein. Die Sicherung schützt auch die Leitungen. Höherer Nennstrom oder eine Überbrückung können schädlichen Strom zulassen, bevor der Schutz greift.
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Fahrzeugspezifische Sicherungsratgeber
Vor der Übernahme einer Belegung die Angaben zu Modelljahr und Ausstattung im jeweiligen Ratgeber prüfen.